Hinnerk ist ein genialer Schauspieler, der meistens in, wie ich es nenne, T-Shirt - Rollen besetzt wird. Aber auch Polizisten hat er schon in vielen Filmen dargestellt.
Das erste Mal ist er mir in dem tollen TV-Krimi „Mörderische Erpressung“ aufgefallen. Er spielt dort den Dorfpolizisten Klaus Burck der, mithilfe seiner jungen Kollegin, nach einem Mord gegen die Söhne des mächtigsten Mannes am Ort ermittelt.
Das Ende des Filmes ist klasse, ungewöhnlich und auch provokant. Zu Hinnerks Schauspielkünsten in diesem Film habe ich eine Kritik gefunden, die alles sagt und die ich genauso empfunden habe.
Sie wurde von Ulrike Steglich für epd medien online geschrieben:
[...] Vor allem aber ist es Hinnerk Schönemann, der diesem Burck auf verblüffend furiose wie stille Weise eine Dimension verleiht, die man nicht so schnell vergisst. Man muss gesehen haben, wie dieser jungenhaft wirkende Mann mit zunächst naiver, geradezu fügsam
klingender Stimme eine ganze Familie auf stille Weise zu Fall bringt. Schönemann ist eine Entdeckung: In diesem ganz und gar nicht geschwätzigen Film baut er Burck mit sparsamen Mitteln zu einer ungeheuer facettenreichen Figur aus, die Verschmitztheit, Schmerz, angestauten Zorn, Ekel, Verbissenheit und kühles Kalkül gleichermaßen birgt. [...] Hinnerk Schönemanns Namen sollte man sich merken. Das Gesicht bleibt ohnehin im Gedächtnis.
Jo, dem ist nichts hinzuzufügen!
Danach habe ich ihn in der TV-Tragikomödie „Der Boxer und die Friseuse“ gesehen und war entgültig infiziert – mit dem Hinnerk-Virus. ;-)
Als leicht unterbelichteter Boxer Mirco geht er im Knast eine Beziehung mit dem schwulen Friseur und Heiratsschwindler Fränki ein. Weil sich Mirco durch seine Unbeherrschheit und Naivität immer wieder in die Klemme manövriert, muß Fränkie sein Leben für ihn regeln. Und er tut es gern, denn Mirco ist die Liebe seines Lebens. O-Ton Fränki: Er ist ein bischen blöde, aber total süß.
Als Mirco Fränki nach seiner Haftentlassung gesteht, das er nur „knastschwul“ war und jetzt wieder auf Frauen steht, wird die Beziehung der beiden auf eine harte Probe gestellt.
Und auch dieser Film hat ein ungewöhnliches, überaschendes Ende.
Hinnerks Darstellung dieses schlichten Charakters, der bei jeder leichten Provokation ausrastet ist einfach genial und spätestens wenn er seiner neuen Freundin gesteht, dass Fränki nicht nur sein Manager ist, sondern sie auch irgendwie zusammen sind normalerweise (aber das versteht ja eh keine Sau), möchte man ihn auch als Zuschauer tröstend in die Arme nehmen.
Wenn man (frau) Fan von Hinnerk ist (der in obigem Film übrigens auch als Boxer eine klasse Figur abgibt), sollte man die beiden Filme unbedingt gesehen haben.
Ein weiteres Muß ist der Kinofilm "Kroko", sowie der TV-Film "Die Zeit, die man Leben nennt"
Hinnerk hat auch in zwei TV - Serien mitgespielt. Zum einen in der herrlichen Pro7 Polizei-Kommödie "Dr. Psycho". Dort spielte er den naiven "Möchtegern-Super-Bullen" Eddie Stachowiak. Die erste Staffel der Serie hatte 6 Folgen, die zweite Staffel hatte 8 Folgen. Beide Staffeln sind auf DVD erhältlich.
Für die zweite Serie "Marie Brand und...", mit Mariele Millowitsch in der Titelrolle, wurden vom ZDF bisher 4 Folgen in loser Reihenfolge gesendet. Hinnerk spielt dort den Polizisten Jürgen Simmel, den Partner von Marie Brand.
Zwei Folgen dieser Serie wird ZDF Video am 16. Juli 2010 auf einer DVD veröffentlichen. Es handelt sich um "Marie Brand und die tödliche Gier" sowie "Marie Brand und der Charme des Bösen". Leider soll es keine Extras auf der DVD geben.
Unbedingt sehenswert ist der TV-Krimi "Mörder auf Amrum" (Regie: Markus Imboden) in dem Hinnerk den kleinen Insel-Polizisten Helge Vogt spielt, der an seiner Aufgabe, eine junge Frau vor mehreren Killern zu beschützen, wächst. Nachdem sein Vorgesetzter Heinz Koops das zweite Opfer von Killer Vitja Kerensky geworden ist und alle Versuche scheitern von der Insel zu kommen, kann er nur noch seinen Freunden trauen.
Skurrile Inselbewohner, amüsante Dialoge, elf (!) Leichen und jede Menge Spannung - das Buch von Holger Karsten Schmidt (der übrigens auch "Mörderische Erpressung" (Regie ebenfalls Markus Imboden) geschrieben hat) ist einfach großartig!
Hinnerk in der Rolle des Polizisten Helge ist mal wieder genial und das Zusammenspiel mit den anderen tollen Schauspielern paßt perfekt.
Hinnerk gewann für seine Rolle den Preis als Bester Schauspieler beim Fernseh-Krimi-Festival in Wiesbaden, sowie den Adolf-Grimme-Preis. Ausserdem erhielt der Film auf dem Hamburger Filmfest den TV-Produzentenpreis.
AKTUELL
Mainz (ots) - Hinnerk Schönemann und Thomas Thieme stehen von Samstag, 31. Juli, an bis zum 31. August 2010 für den neuen ZDF-Fernsehfilm der Woche "Wespennest" (Arbeitstitel) gemeinsam vor der Kamera. Unter der Regie von Markus Imboden beginnen die Dreharbeiten in der Umgebung von Bremen. Das Drehbuch schrieb Holger Karsten Schmidt.
In der norddeutschen Kleinstadt Aschberg kennt jeder jeden. Der langjährige Polizeihauptmeister Gerd Mühlfellner (Thomas Thieme) und seine neue Kollegin, die frisch gebackene Polizistin Anna Wippermann (Daniela Schulz), finden den Landwirt Herbert Schuch erhängt in seiner Scheune. Für sie und alle anderen Einwohner Aschbergs steht fest, dass es sich um Selbstmord handelt. Nur Becky (Anna Schudt), die Großnichte des Bauern, ist anderer Meinung. Sie engagiert Finn Zehender (Hinnerk Schönemann), um ihren Verdacht bestätigt zu bekommen. Zehender, Ex-Polizist und nun Privatdetektiv, wirkt zwar leicht vertrottelt. Doch mit seinem messerscharfen Verstand und nicht immer ganz legalen Mitteln legt er einen Sumpf aus korrupter Bürokratie und nachbarschaftlicher Bösartigkeit in Ascheberg offen - und trocken. Ein Selbstmord scheint nun bald ausgeschlossen. Für einen Mord gibt es dagegen mehr Verdächtige, als Polizeihauptmeister Mühlfellner wahr haben möchte. Finn Zehender behält, trotz lebensgefährlicher Attacken auf ihn, seinen Humor und überführt zusammen mit der Jurastudentin Agnes Sonntag (Maria Simon), die sich als Staatsanwältin ausgibt, den Mörder und die Drahtzieher der Machenschaften.
Produziert wird der Film von der Bremedia GmbH, Claudia Schröder. Die Redaktion hat Gabriele Heuser. Ein Sendetermin im ZDF steht noch nicht fest.
ZDF-Pressestelle
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21. Juni 2010: Aus Anlass des 20. Geburtstages des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein Interview mit Hinnerk, welches ich freundlicherweise auf meiner Seite verwenden darf. Schauspieler Hinnerk Schönemann gratuliert seinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern ganz persönlich zum 20. Geburtstag. Das Magazin [’em vau] besuchte Schönemann im schönen Plau am See und plauderte mit ihm im Strandkorb unter anderem über Einschaltquoten, Auszeichnungen und seinen früheren Nachbarn Egon Krenz. Mecklenburg-Vorpommern und sein Landessymbol der Strandkorb inspirierten das Nordlicht sogar zu einem kleinen Vers auf Strand und Land.
Auf der Seite des Magazins ['em vau] findet ihr noch mehr über das Interview sowie Impressionen vom Fotoshooting mit Hinnerk Strandkorbgespräch mit Hinnerk Viel Spaß beim Anschauen!
AUSZEICHNUNGEN:
Solo-Förderpreis für Schauspielstudierende, Potsdam 2000
Sonderpreis Akademie der Darstellenden Künste, Baden Baden 2005 für "Der Boxer und die Friseuse"
Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2004, als Bester Nebendarsteller in "Kroko"
Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2005, als Bester Schauspieler - Nebenrolle in "Der Boxer und die Friseuse"
Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2007, als Bester Nebendarsteller in "Emmas Glück"
Bester Schauspieler in "Mörder auf Amrum" beim Fernseh-Krimi-Festival 2010 in Wiesbaden.
Adolf-Grimme-Preis 2010 für "Mörder auf Amrum".
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:: NEWS
27. Oktober 2009
Vielleicht gibt es ja Fans von Hinnerk Schönemann, die gerne über ihn und seine Filme diskutieren möchten. Ich richte darum eine Rubrik "Hinnerk Schönemann" im Forum ein.